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Liebe Leserinnen, liebe Leser,schon bald lässt der ganz eigene Rhythmus der Weihnachtszeit die Uhren im Land wieder langsamer ticken, doch noch befinden sich viele von uns im Jahresendspurt. 2025 war für die LAG AktivRegion Innere Lübecker Bucht ein durchaus bewegtes Jahr, geprägt durch neue Impulse und Begegnungen, kritische Reflexionen sowie frischen Wind in unseren Gremien. Bereits Ende 2024 fand die Wahl eines neuen LAG-Vorstandes statt, ergänzt um Nachwahlen im April dieses Jahres. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Zuge die Lebenshilfe Ostholstein e. V., DIE BRÜCKE Lübeck und Ostholstein gGmbH und die DLRG Haffkrug-Scharbeutz e. V. für die Mitarbeit gewinnen konnten. Außerdem wird Lale Schoenberg, die hauptberuflich bei der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH tätig ist, als Privatperson den Vorstand verstärken. Wir heißen alle „Neuen“ in unserer Runde herzlich willkommen! Die Vorstandsmitglieder trafen sich in diesem Jahr zweimal, um die Vergabe weiterer Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zu beschließen. In einem Bilanzworkshop mit LAG-Akteuren im September wurde nicht nur die angespannte Haushalts- und Personalsituation in den Kommunen thematisiert, sondern auch Strategien für die Akquise neuer Projekte. Ebenfalls im September traten alle schleswig-holsteinischen AktivRegionen anlässlich einer landesweiten Veranstaltung in Rendsburg in den Dialog mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Ein Highlight des zurückliegenden Jahres war ein länderübergreifender Austausch mit drei LEADER-Regionen in Südschweden. Zu diesem Zweck reisten die Regionalmanagerinnen der drei AktivRegionen Innere Lübecker Bucht, Holsteins Herz und Alsterland in die schwedische Provinz Schonen. Mehr zu den genannten Themen erfahren Sie in den folgenden Berichten. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit! Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Lieblingsmenschen, eine besinnliche Zeit „zwischen den Jahren“ und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2026!
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Gemeinsam aktiv für eine starke Region! Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) AktivRegion Innere Lübecker Bucht e.V. ist ein Zusammenschluss von Kommunen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Privatpersonen im südlichen Kreis Ostholstein. Sie erstreckt sich über die Gebietskörperschaften der Gemeinden Ahrensbök, Sierksdorf, Scharbeutz, Timmendorfer Strand, Ratekau, Stockelsdorf sowie der Stadt Bad Schwartau und ist Teil der Gemeinschaftsinitiative LEADER der Europäischen Union. Ziel ist die Förderung innovativer Projekte zur Sicherung und Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im ländlichen Raum. In Schleswig-Holstein wird diese Initiative mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in 22 AktivRegionen umgesetzt. |
Themen:
- Neue Bewegungsangebote und barrierefreier Treffpunkt – Vorstand vergibt ELER-Mittel in Höhe von 198.000 Euro
- Überblick über abgeschlossene Projekte
- Bilanzworkshop zur Halbzeit der ELER-Förderperiode
- Landgespräche – mit den AktivRegionen im Dialog
- GAK-Regionalbudget: Attraktive Fördermöglichkeit für Kleinprojekte
- Über den Tellerrand geschaut: Zu Besuch in drei schwedischen LEADER-Regionen
Neue Bewegungsangebote und barrierefreier Treffpunkt – Vorstand vergibt ELER-Mittel in Höhe von 198.000 EuroDer LAG-Vorstand kam im Jahr 2025 zweimal zusammen und beschloss einstimmig eine Förderung für folgende Projekte: Die Gemeinde Timmendorfer Strand erhält 150.000 Euro für die Errichtung eines asphaltierten Pumptracks im Ortsteil Niendorf. Aktuell befinden sich auf der Fläche am Wittinghaaf-Gehölz nicht mehr nutzbare Tennisplätze. Der Pumptrack wird aus zwei unterschiedlich langen Bahnen bestehen, von denen die kürzere auch mit einem Rollstuhl befahrbar sein wird. Die Gesamtausgaben von rund 450.000 Euro enthalten außerdem einen Hartplatz für Ballspiele und andere Nutzungen sowie eine Tischtennisplatte und einen Unterstand mit Tisch-Bank-Kombination. Die Gemeinde Scharbeutz möchte ein Bewegungsangebot für alle Generationen an der Strandpromenade auf der Höhe der Straße „Am Hang“ installieren und erhält dafür einen Zuschuss von 25.200 Euro. Vorgesehen sind eine Calisthenics-Anlage und eine Balancierstrecke mit unterschiedlichen Stationen und Schwierigkeitsgraden. Die Kosten der gesamten Maßnahme belaufen sich auf 50.000 Euro. Der ATSV Stockelsdorf von 1894 e. V. hatte 22.350 Euro für die Herrichtung eines barrierefreien Zugangs zum Vereinsheim im Bäckergang beantragt. Die Räumlichkeiten sind zentraler Treffpunkt des Vereinslebens, stehen aber auch Nicht-Mitgliedern für Zusammenkünfte offen. Auf Grund ihrer Lage im ersten Obergeschoss sind sie für mobilitätseingeschränkte Personen allerdings nur schwer oder gar nicht erreichbar. Der ATSV erhält daher 22.350 Euro für die Installation einer Hebebühne an der Außenwand des Gebäudes. Auch die Gemeinde Stockelsdorf und die Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung beteiligen sich an dem 64.500 Euro teuren Projekt. |
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Überblick über abgeschlossene ProjekteFolgende Projekte, die in der aktuellen Förderperiode einen Zuschuss aus ELER-Mitteln erhalten haben, wurden in den vergangenen Monaten fertiggestellt, beziehungsweise befinden sich kurz vor dem Abschluss: Jugendstrand Scharbeutz Ausstattung des Bürgerhauses „Ernst und Elly Prüß“ in Ahrensbök mit einer modernen Akustik- und Beleuchtungstechnik Gestaltung eines Aufenthaltsplatzes und Errichtung von Informationstafeln im Stadtgebiet von Bad Schwartau |
Bilanzworkshop zur Halbzeit der ELER-FörderperiodeDie aktuelle ELER-Förderperiode (2023–2027) startete im April 2023. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte der offiziellen Laufzeit vergangen. Dies nahm die LAG AktivRegion Innere Lübecker Bucht zum Anlass, um die bisherige Arbeit und den Umsetzungsstand ihrer Integrierten Entwicklungsstrategie (IES) zu reflektieren. Zu diesem Zweck trafen sich LAG-Mitglieder, weitere regionale Akteure sowie die Mitarbeiterinnen des Regionalmanagements am 11. September im Waldhotel Riesebusch in Bad Schwartau zu einem Bilanzworkshop. Die Moderation übernahm die AgendaRegio GmbH aus Kiel, die im Vorwege eine Befragung der LAG-Mitglieder und Projektträger durchgeführt hatte. Insgesamt gesehen fiel das Fazit positiv aus. Obwohl bisher erst ein relativ kleiner Anteil der verfügbaren Fördermittel für regionale Projekte gebunden wurde, sahen die Beteiligten keine Notwendigkeit, die Kernthemen oder Ziele der IES anzupassen. Stattdessen möchte die LAG auf mehr Öffentlichkeitsarbeit setzen, um das Wissen über ihre Fördermöglichkeiten und die Besonderheiten des LEADER-Ansatzes noch besser in die Breite zu tragen. Die Workshop-Teilnehmer räumten in diesem Zuge der direkten Ansprache möglicher Zielgruppen, vorzugsweise außerhalb des kommunalen Bereiches, eine hohe Bedeutung ein. Auch der Ausbau vorhandener Netzwerke wurde als wichtig erachtet, beispielsweise über die bereits in der LAG mitwirkenden institutionellen Vertreter. Die bisher im Zusammenhang mit Gremiensitzungen durchgeführten Besichtigungen geförderter Projekte sollen fortgesetzt werden. Es bietet sich an, diese im Rahmen von Exkursionen auch auf andere AktivRegionen auszudehnen und den Austausch und die Vernetzung von LAG-Akteuren auf diese Weise zusätzlich zu fördern. Einige Vorstandsmitglieder wünschten sich zudem weiterführende Informationen in den Gremiensitzungen. Impulsvorträge zu aktuellen Trends und die Präsentation von Best-Practice-Beispielen könnten helfen, die Gremienarbeit dynamischer zu gestalten und Impulse für neue Projekte zu setzen. |
Landgespräche – mit den AktivRegionen im DialogEnde September kamen rund 200 Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ins Hohe Arsenal nach Rendsburg, um sich über die Arbeit der AktivRegionen und Perspektiven der ländlichen Entwicklung zu informieren. Die Eröffnung der Veranstaltung übernahm der damals amtierende schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Werner Schwarz und betonte in seiner Ansprache die zentrale Rolle der AktivRegionen als Ideenschmiede des ländlichen Raums. Die 22 AktivRegionen boten mit einer Ausstellung besonderer Projekte einen geeigneten Rahmen für den Austausch der Teilnehmer. |
GAK-Regionalbudget: Attraktive Fördermöglichkeit für KleinprojekteIn diesem Jahr hat die AktivRegion Innere Lübecker Bucht drei Projekte mit insgesamt rund 32.500 Euro aus ihrem GAK-Regionalbudget unterstützt. Das Budget steht exklusiv für kleinere Maßnahmen zur Verfügung, deren Gesamtkosten 20.000 Euro nicht überschreiten. Eines der Projekte ist ein Tiefkühl-Verkaufsautomat für den Hofladen Lindenhof Broosch in Techau. Angeboten werden Eiscreme sowie Fleisch von hofeigenen Rindern und Wild aus der Region. Die Bezahlung ist sowohl mit Bargeld als auch mit Karte möglich. Das insgesamt 16.940 Euro teure Gerät wurde mit 10.552 Euro aus dem Regionalbudget bezuschusst. Auch die Gedenkstätte Ahrensbök profitierte: Für 15.525 Euro wurden zwei Medientische mit Informationen zum Ausstellungsbereich sowie neue Veranstaltungstechnik für die Bildungsarbeit installiert. Die gewährte Förderung betrug 10.195 Euro. Die Gemeinde Sierksdorf hatte Fördermittel für ein 86-Zoll-Display inklusive einer Soundanlage mit Lautsprechern und Mikrofonen für den Veranstaltungssaal im Haus des Gastes beantragt. Hierfür flossen 11.715 Euro Förderung, bei Gesamtkosten in Höhe von 17.426 Euro. Fördermittel auch in 2026Auch im Jahr 2026 wird die AktivRegion wieder ein GAK-Regionalbudget anbieten. Die Fördermittel, insgesamt 200.000 Euro, stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). Die Mindestinvestition liegt bei 4.000 Euro und ist damit etwas niedriger als in den vergangenen Jahren. Die Förderquote liegt wie bisher bei 80 Prozent der Bruttokosten. Das Regionalbudget ist eine attraktive Möglichkeit, um die bestehende Infrastruktur sinnvoll zu ergänzen. Die hohe Förderquote soll auch dazu animieren, neue Dinge auszuprobieren, für die das finanzielle Risiko sonst zu hoch wäre. Somit wird gleichzeitig der Innovationsgedanke in der Region gefördert. Inhaltlich müssen sich die Projekte an den Zielen der Integrierten Entwicklungsstrategie (IES) der AktivRegion orientieren. Beispielhaft können dies Maßnahmen zur Aufwertung von Aufenthalts-, Spiel- und Veranstaltungsflächen sein, aber auch zur Verbesserung der Direktvermarktung oder touristischer Service-Einrichtungen. Antragsberechtigt sind sowohl natürliche als auch juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, sprich: Kommunen, Vereine und andere Institutionen sowie Unternehmen. Antragsformulare können ab Januar bei der Geschäftsstelle der AktivRegion angefordert werden. Die vollständigen Förderanträge müssen dort bis zum 31. März 2026 vorliegen. Alle Projekte, die eine Unterstützung aus dem GAK-Regionalbudget erhalten, müssen bis Ende September vollständig umgesetzt und abgerechnet sein. Erst dann wird der Zuschuss ausgezahlt. |
Über den Tellerrand geschaut: Zu Besuch in drei schwedischen LEADER-RegionenAnfang Mai machten sich die Regionalmanagerinnen der AktivRegionen Innere Lübecker Bucht, Holsteins Herz und Alsterland auf den Weg in Schwedens südlichste Provinz Schonen (Skåne), um dort drei LEADER-Regionen näher kennenzulernen. Da LEADER ein EU-weiter Ansatz ist, erschien es den drei Kolleginnen lohnenswert, einmal über die nationalen Grenzen hinweg zu blicken und zu lernen, wie anderswo gearbeitet wird. Hinzu kam der Gedanke, dass die Provinz Schonen und das östliche Schleswig-Holstein vieles gemein haben: die Nähe zur Ostsee, aber auch einige historische und kulturelle Aspekte. Die Regionalmanagerinnen der schwedischen LEADER-Regionen Östra Skåne, Skåne Mitt Nordväst und Söderslätt hatten ein vielfältiges Programm für die deutschen Besucherinnen zusammengestellt. Diese erfuhren bei der Besichtigung geförderter Projekte viel Neues, zum Beispiel, wie der Ort Åhus seine mittelalterliche Geschichte mit moderner Technik touristisch ansprechend aufbereitet und damit neue Zielgruppen gewinnt. Sie lernten außerdem eine Methode kennen, die kleine Dörfer dazu befähigt, sich miteinander zu vernetzen und von den Kompetenzen der anderen zu profitieren. Auch besondere Anbaumethoden zur Selbstversorgung standen auf der Agenda. Ebenfalls beeindruckend war ein landwirtschaftlich ausgerichtetes Projekt mit angeschlossener Gastronomie am Stadtrand von Malmö: Es unterstützt Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bei der Integration in den Arbeitsmarkt und bietet darüber hinaus Aktivitäten zur Förderung des gemeinschaftlichen Miteinanders an. Die Regionalmanagerinnen aus Schleswig-Holstein nahmen nicht nur wertvolle Anregungen für die eigene Arbeit mit nach Hause, sondern auch die Hoffnung, die Zusammenarbeit mit den schwedischen LEADER-Regionen fortzuführen. Erste Ideen hierzu werden bereits auf beiden Seiten der Ostsee ausgelotet. |